Tysk - Valgfag 1 og 2

Kursusindhold

Emne 1: Osterweiterung – Osteuropäische Migrations-literatur und der Wandel der deutschen Erinnerungskultur nach 1980 (Jessica)

Dieser Kursus richtet sich an Studenten, die sich für das Zusammenspiel zwischen Erinnerungspolitik und Literatur interessieren. Wir beschäftigen uns mit der Entwicklung der deutschen Erinnerungskultur von 1980 bis heute. Auf erinnerungspolitischer Ebene zeichnet sich diese Entwicklung vornehmlich durch eine Transformation des Holocausts zu einem „negativen Gründungsmythos“ der Bundesrepublik Deutschland aus. Als Ikon des absolut „Anderen“ der Republik wird der Völkermord an den Juden zu einem ethischen Maßstab zukünftiger politischer Handlungen. Dieses sogenannte „Auschwitz-Paradigma“ wird ab dem neuen Millennium in immer stärkeren Maß von osteuropäischen Ländern und somit auch von deutschsprachiger Migrations-literatur osteuropäischer Autoren hinterfragt. Indem die Autoren sowohl Hitlers’ und Stalins‘ Diktatur sowie die bis 1989 anhaltenden Sowjet-Herrschaft repräsentieren, vermitteln sie bewusst eine osteuropäische Perspektive auf die traumatische Vergangenheit des 20. Jahrhunderts und fordern die westdeutsche „Deutungshoheit“ europäischer Geschichte heraus.  Damit stellt osteuropäische Migrations-Literatur einen Neubruch in der deutschen Erinnerungskultur dar, der den Holocaust nicht negiert, sondern diesen in ein weiteres historisches Feld integriert.

 

Um diese Entwicklung nachzuvollziehen lesen wir einige Sachtexte, die wichtige Meilensteine der Entwicklung deutsche Erinnerungskultur erläutern. Außerdem lesen wir Ausschnitte von Aussagen von Historikern, Politikern und Autoren, die die deutsche Erinnerungskultur in verschiedene Richtungen beeinflusst haben. Zudem lesen wir ein Hauptwerk von Vladimir Vertlib, das angeschafft werden sollte (Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur (München, dtv, [2001] 2011), sowie Auszüge von zwei anderen osteuropäischen Migrations-Autoren.

 

 

Emne 2: Sprache und Essen – Eine linguistische Reise durch die deutsche und dänische Küche (Lars)

„Sprich nicht mit vollem Mund!“ – wer diesen Satz schon einmal gehört hat, mag glauben, Essen und Sprache hätten nichts miteinander zu tun. In diesem Seminar wollen wir das Gegenteil beweisen, denn am Sprechen übers Essen kann man viel darüber lernen, wie Sprache eigentlich funktioniert.

Essen (und Trinken) fordert die Sprache regelmäßig heraus und bringt sie an ihre Grenzen, was jeder weiß, der schon einmal versucht hat, den Geschmack von Wein zu beschreiben oder den Plural von spaghetti zu bilden. Sprache geht auch über Grenzen, nicht nur sprachliche, was jeder Däne sieht, der in Hamburg eine Tüte Rundstücke kauft, oder jeder Deutsche, der auf der anderen Seite brunsvigere, bajere und frankfurtere bestellt (aber irgendwann doch merkt, dass es keine nyrnbergere oder tyringere gibt, obwohl die doch zu den Lieblingsspeisen der Deutschen gehören). Sprache erhöht auch den Marktwert des Essens, und nur so lässt sich erklären, warum sich Vanillesauce in Deutschland besser verkauft, wenn „original dänische drauf steht. Aber warum klingt der Name New Nordic Cuisine so gar nicht „nordisch“? Wer übers Essen spricht, muss kreativ mit den Möglichkeiten umgehen, die einem die Sprache bietet. Am Essen zeigt sich das Potential von Sprache für sprachliche Innovationen besonders deutlich.

In diesem Seminar lernen wir das Dänische und Deutsche von ihrer kulinarischen Seite kennen und wollen anhand von verschiedenen Beispielen nachvollziehen, welche Spuren das Essen in unserer Grammatik, im Wörterbuch und in der mehrsprachigen Gesellschaft hinterlassen hat.

 

Literatur:

Eine Liste wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.

 

 

Emne 3: Die deutsch-dänische Grenze 1920-2020 (Anna)

Was sind und bewirken Grenzen? Grenzen können Ordnungen schaffen, können Menschen aus Nationalstaaten ein- oder ausschließen und können  Reflexionen über Identitäten fordern. Vor hundert Jahren wurde die heutige Grenze zwischen Dänemark und Deutschland nach einer Volksabstimmung festgelegt. Dieser demokratische Prozess und die binationale Zusammenarbeit sowie die Austauschprozesse im Grenzraum gelten als vorbildlich in Europa.

Im Seminar werden wir uns mit der Geschichte und Wahrnehmung der Grenze in den zwei Phasen 1864-1920 und 1945-heute beschäftigen.  Die dänisch-deutsche Grenzregion werden wir als Lebens- und Verhandlungsraum sowie als sprachliche, etnische und kulturelle Kontaktzone untersuchen. Ausgehend von Theorien über Grenzen und Grenzziehungen und von Literatur über die Geschichte der Grenzregion werden wir uns ins Thema einarbeiten und verschiedende Schwerpunke wie die Volksabstimmung, die Minderheiten, die Kontaktzone und Grenzgänger in  Kultur und Literatur ausarbeiten.

Als Teil des Kurses unternehmen wir Anfang Mai eine 4-tägige Exkursion zum Grenzraum  Sønderjylland, Schleswig und Holstein um die deutsch-dänische Nachbarschaft historisch und aktuell zu untersuchen. Wir werden wichtige Institutionen wie den Landtag in Kiel, die Grenzvereine,  Museen , die Landesarchive und Bibliotheken besuchen und auch mit Zeitzeugen und Akteuren der Minderheiten sprechen.

Die TeilnehmerInnen sollten während der Exkursion kleine Feldarbeiten (Interviews, Umfragen und Archivbesuche) machen und selber das Material und die Empirie für ihre Examensarbeiten aussuchen, beispielsweise Schulbücher,  historisches Wahlmaterial und  Briefe. Die vorläufigen Ergebnisse sollen am Ende an der Universität Kiel präsentiert und diskutiert werden.

 

Literatur u.a.:

Martin Krieger, Frank Lubowitz & Steen Bo Frandsen (Hg):  1200 Jahre Deutsch-Dänische Grenze. Aspekte einer Nachbarschaft, Wachholz Verlag 2013 (Auszüge)

Steen Bo Frandsen & Dorte Jagetic Andersen: Europas grænser . Aarhus Universitetsforlag 2018 (Auszüge)

Engelsk titel

German - Electives 1 and 2

Holdundervisning.

ECTS
Se eksamensbeskrivelse
Prøveform
Andet
Bunden mundtlig prøve med materialer.
Kriterier for bedømmelse

http:/​​/​​hum.ku.dk/​​uddannelser/​​aktuelle_studieordninger/​​tysk/​​

ECTS
Se eksamensbeskrivelse
Prøveform
Andet
Kriterier for bedømmelse

http:/​​/​​hum.ku.dk/​​uddannelser/​​aktuelle_studieordninger/​​tysk/​​

Enkeltfag dagtimer (tompladsordning)

  • Kategori
  • Timer
  • Forberedelse
  • 530,25
  • Forelæsninger
  • 84
  • Total
  • 614,25

Kursusinformation

Undervisningssprog
Tysk
Delvist på dansk
Kursusnummer
HTYB01092U
ECTS
Se eksamensbeskrivelse
Niveau
Bachelor
Varighed

1 semester

Skemagruppe
Se skemalink.
Studienævn
Studienævnet for Engelsk, Germansk og Romansk
Udbydende institut
  • Institut for Engelsk, Germansk og Romansk
Udbydende fakultet
  • Det Humanistiske Fakultet
Kursusansvarlige
  • Jessica Ortner   (6-717476706774426a776f306d7730666d)
    Emne 1: Osterweiterung – Osteuropäische Migrations-literatur und der Wandel der deutschen Erinnerungskultur nach 1980
  • Lars Behnke   (11-6f6475763165686b716e68436b7870316e7831676e)
    Emne 2: Sprache und Essen – Eine linguistische Reise durch die deutsche und dänische Küche
  • Anna Lena Sandberg   (5-6673736678456d7a7233707a336970)
    Emne 3: Die deutsch-dänische Grenze 1920-2020
Gemt den 24-09-2019

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